Szenario-Analyse mit PlainPPM: Varianten durchspielen, bevor Sie entscheiden

Die Budgetrunde steht an, auf dem Tisch liegen zwanzig Vorhaben, und die Mittel reichen für zwölf. Oder umgekehrt: Das Portfolio ist beschlossen, und mitten im Jahr kommt ein Grossvorhaben dazu, das niemand einplanen konnte. In beiden Fällen lautet die Frage nicht, ob ein einzelnes Projekt gut ist – sondern welche Kombination von Vorhaben sich mit dem vorhandenen Geld und den vorhandenen Menschen tatsächlich liefern lässt.

Genau dafür gibt es die Szenario-Analyse für PlainPPM. Dieser Beitrag zeigt zuerst, wie sie arbeitet – und ordnet danach ein, wann sich der Aufwand lohnt und was Sie dafür brauchen.

Wie die Szenario-Analyse in PlainPPM arbeitet

Die Szenario-Analyse setzt auf Ihren Live-Daten auf – allerdings als Kopie, sodass Sie gefahrlos planen können, ohne die laufende Planung anzufassen. Ideen und laufende Projekte liegen gemeinsam auf einer Zeitachse, farblich getrennt: Projekte in Blau, Ideen in Grün. Sortieren können Sie nach Terminen oder nach strategischem Beitrag – also nach der Bewertung, die Sie Ihren Vorhaben ohnehin gegeben haben.

Von dort aus arbeiten Sie in vier Schritten:

  • Ideen herausnehmen. Sie sehen sofort, was ohne sie möglich wäre – bei den Kosten wie beim Aufwand.
  • Gegen die Kapazität stellen. Eine rote Linie zeigt, was Ihre Organisation tragen kann; alternativ blenden Sie die verbleibende Verfügbarkeit direkt ein. Damit wird aus einer Budgetfrage eine Machbarkeitsfrage.
  • Die besten Ideen wieder aufnehmen und dem Portfolio hinzufügen – Sie sehen unmittelbar, welche Vorhaben in den Rahmen passen.
  • Über die Zeit schieben. Ideen und Projekte lassen sich auf Monats-, Quartals- oder Jahresebene verschieben – ein Vorhaben zu verschieben ist keine Niederlage, sondern kauft Ihnen Information.

Neben der Zeitachse gibt es die Tabellenansicht. Dort passen Sie Kosten und Aufwände je Monat, Quartal oder Jahr direkt in der Zelle an. Ihre Varianten speichern Sie als Szenarien und legen sie nebeneinander. Wie sich Termine dabei gegen den Basisplan entwickeln, zeigt Ihnen Gantt Visual.

Eines tut die Szenario-Analyse bewusst nicht: Sie schlägt Ihnen keine Variante als „die beste“ vor. Sie macht die Konsequenzen jeder Variante sichtbar – die Auswahl bleibt eine Führungsentscheidung. Genau darin liegt der Wert: Wer eine Entscheidung begründen muss, braucht keinen Algorithmus, sondern den nachvollziehbaren Vergleich.

Szenario-Analyse im Video

Transkript

Szenarien durchspielen für Ideen und Projekte. Die interaktive Szenario-Analyse in PlainPPM. Alle Ideen und laufenden Projekte auf einer Zeitachse – Projekte in Blau, Ideen in Grün. Als Datenbasis dienen Ihre Live-Daten aus PlainPPM – verfügbar als Kopie, mit der Sie gefahrlos planen können. Sortieren Sie nach Terminen oder nach strategischem Beitrag. Nehmen Sie die Ideen heraus – und Sie sehen sofort, was noch möglich ist: bei den Kosten wie beim Aufwand. Stellen Sie die Werte den Kapazitäten gegenüber – die rote Linie zeigt, was Ihre Organisation tragen kann. Oder Sie blenden direkt die verbleibende Verfügbarkeit ein. Jetzt selektieren Sie die besten Ideen und fügen sie dem Portfolio hinzu. Sie sehen direkt, welche Vorhaben Sie machen sollten. Für die weitere Optimierung schieben Sie Ideen und Projekte einfach über die Zeit – auf Monats-, Quartals- oder Jahresebene. Neben dem Gantt gibt es die Tabellenansicht: Dort passen Sie Kosten und Aufwände je Monat, Quartal oder Jahr direkt in der Zelle an. Speichern Sie Ihre Szenarien und vergleichen Sie Varianten – für Entscheidungen auf sicherer Basis. Die Szenario-Analyse finden Sie im PlainPPM Feature-Kiosk – testen Sie sie direkt in der Trial-Umgebung. Einfach starten und gemeinsam wachsen.

Wann sich eine Szenario-Analyse lohnt

Kurz zur Einordnung, weil der Begriff im Alltag für Verschiedenes benutzt wird: Eine Prognose sagt, was voraussichtlich eintritt. Eine Simulation rechnet viele Zufallsläufe. Eine Szenario-Analyse beantwortet eine andere Frage – wie sieht das Portfolio aus, wenn wir uns anders entscheiden? Sie ist damit kein Wahrscheinlichkeitsurteil, sondern eine Entscheidungsgrundlage: Sie hält fest, was gilt, wenn eine bestimmte Entscheidung fällt.

Fünf Situationen, in denen sich der Aufwand regelmässig auszahlt:

  • Jahresplanung und Budgetrunde. Mehr Anträge als Mittel – die Standardsituation. Varianten beantworten, welches Bündel in den Rahmen passt.
  • Budgetkürzung im laufenden Jahr. „Zehn Prozent weniger.“ Ohne Varianten wird linear gekürzt, also überall ein bisschen. Das ist fast immer die schlechteste Lösung, weil am Ende vieles angefangen und wenig fertig ist.
  • Engpass bei einer Schlüsselrolle. Die Frage ist nicht, wer mehr arbeitet, sondern welches Vorhaben weichen muss, damit die anderen liefern können.
  • Ein Grossvorhaben kommt dazu. Die einzig belastbare Antwort auf „das machen wir jetzt zusätzlich“ ist eine Variante, die zeigt, was es verdrängt.
  • Vor einer Zusage nach aussen. Bevor Sie einem Gremium oder einem Kunden einen Termin zusagen, ist die Variantenrechnung Ihr Beleg, dass die Zusage trägt.

Das gemeinsame Muster: Eine Szenario-Analyse lohnt sich, wenn eine Entscheidung mehrere Vorhaben gleichzeitig betrifft und die Mittel begrenzt sind. Für eine Einzelprojektfrage ist sie Aufwand ohne Ertrag – dafür genügt der Blick auf Dependencies und Termine.

Die Methode selbst ist nicht neu: Sie stammt aus der strategischen Vorausschau und wurde in den 1970er Jahren bekannt, weil vorbereitete Organisationen auf Marktbrüche schneller reagierten als solche, die auf eine einzige Prognose gesetzt hatten. Dazu kommt ein Gedanke aus der Finanzwelt: Bei begrenzten Mitteln zählt nicht die beste Einzelanlage, sondern die beste Kombination. Übertragen heisst das – das stärkste Projekt im Portfolio nützt wenig, wenn es drei andere blockiert.

Was Sie dafür brauchen

  • Das vollständige Portfolio, inklusive der noch nicht beschlossenen Ideen. Wer nur laufende Projekte betrachtet, verschiebt Termine und entscheidet nie über Neues.
  • Grobe, aber einheitliche Schätzungen. Genauigkeit ist zweitrangig, Vergleichbarkeit ist alles: Zwei Varianten dürfen sich nur in dem unterscheiden, was Sie bewusst geändert haben.
  • Eine benannte Datenbasis. Jede Variante braucht einen Stand, gegen den gerechnet wird.
  • Kapazitätsdaten. Sonst zeigt die Rechnung Geld, aber nicht Machbarkeit.
  • Kriterien, die vorher feststehen. Werden sie erst nachträglich gewählt, begründet die Analyse nur das gewünschte Ergebnis.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Szenario und einer Prognose?

Eine Prognose sagt, was voraussichtlich eintritt. Ein Szenario sagt, was gilt, wenn Sie sich für eine bestimmte Variante entscheiden. Szenarien sind deshalb kein Wahrscheinlichkeitsurteil, sondern eine Entscheidungsgrundlage.

Wie viele Szenarien sind sinnvoll?

In der Regel drei bis fünf. Darüber hinaus steigt der Aufwand, nicht die Klarheit — und die Entscheidungssitzung endet ohne Beschluss.

Brauche ich dafür exakte Aufwandsschätzungen?

Nein, aber einheitliche. Entscheidend ist die Vergleichbarkeit zwischen den Varianten, nicht die Genauigkeit der einzelnen Zahl. Ein Portfolio mit lückenhaft gepflegten Aufwänden liefert allerdings Varianten, die gut aussehen und wenig wert sind.

Entscheidet das System, welche Variante die beste ist?

Nein. Die Szenario-Analyse macht die Konsequenzen sichtbar; die Auswahl treffen Sie. Eine automatische Optimierung ist bewusst nicht vorgesehen.

Kann ich mit den echten Daten arbeiten, ohne die laufende Planung zu gefährden?

Ja. Als Datenbasis dienen Ihre Live-Daten als Kopie — Sie planen darauf, ohne dass sich etwas an der aktuellen Planung ändert.

Wann lohnt sich eine Szenario-Analyse nicht?

Wenn nur ein einzelnes Vorhaben zur Debatte steht oder wenn weder Budget noch Kapazität begrenzt sind. Ihr Nutzen entsteht aus der Konkurrenz mehrerer Vorhaben um dieselben Mittel.

Conclusion

Portfolioentscheidungen scheitern selten daran, dass eine einzelne Zahl falsch war. Sie scheitern daran, dass niemand die Konsequenzen einer Auswahl gesehen hat, bevor sie beschlossen wurde. Genau diese Lücke schliesst die Szenario-Analyse: Sie stellt Varianten nebeneinander, rechnet sie gegen die vorhandene Kapazität und macht sichtbar, was eine Entscheidung verdrängt.

Ausprobieren können Sie es selbst. Die Szenario-Analyse liegt im PlainPPM Feature-Kiosk bereit: Sie öffnen die Erweiterung mit Beispieldaten in der Trial-Umgebung und spielen eine Budgetkürzung oder ein zusätzliches Grossvorhaben einmal durch – ohne dass sich an Ihrer eigenen Umgebung etwas ändert. Passt sie, bauen wir sie in Ihre PlainPPM-Umgebung ein; der Kern von PlainPPM bleibt davon unberührt.

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